Liebe und Bewusstsein im Management

Wer als Führungskraft Mitarbeiter*innen schlecht behandelt, vernichtet Kapital, dass ihm nicht gehört.

Beschäftigte gehen in die innere Kündigung, wenn sie unfreundlich, respekt- und würdelos behandelt werden. Sie sind dann zwar noch Arbeitsplatzinhaber, aber eben keine Arbeitsplatzgestalter mehr. Das Feuer und Lustleistertum ist erloschen. Was hilft ist eine einfacher Tauschhandel: „Fisch gegen Tabak.“ Übersetzt beinhaltet es die Botschaft: behandelst Du mich anständig, nimmst mich mit auf die Reise der Unternehmensentwicklung, redest mit mir auf Augenhöhe, hörst mir zu, sorgst dafür, dass die Firmen- und Abteilungsrituale ein gutes Teamgefühl erzeugen, dann bringe ich gern mein volles Leistungspotenzial zur Entfaltung.

Rechnen wir mal gemeinsam. Ein Mitarbeiter*in kostet inkl. Arbeitgebernebenkosten z.B. 80.000 Euro. Für dieses Gehalt wünscht der Arbeitgeber die entsprechende Leistung. Wer nun in innerer Kündigung ist und nur noch zu 50% geistig, kreative Tätigkeiten verrichtet, bringt demzufolge auch nur noch für 40.000 Euro den halben Gegenwert. An diesem Verlust ist die Führungskraft, die den Ertrag mehren sollte (!) maßgeblich beteiligt.

Volle Leistung wird nur gelebt, wenn das Gegenüber Würde lebt. Schlechtbehandlung, Herzlosigkeit hat Leistungsabfall zur Folge. Wer Lustleister*innen in seinem Umfeld haben möchte, darf dafür Sorge tragen, dass Herzqualitäten gelebt werden. Wo dies nicht der Fall ist, empfehle ich sich auf den Weg zu machen und neue Denk- und Verhaltensweisen vorzuleben und einzuwünschen.

Die Formel 3b+3e=L+E kann helfen eine neue Unternehmenskultur einzuführen.

Alles ist und braucht Bewegung. Nimm das Prinzip der Bewegung (b) von Körper, Geist, Emotion und Denken ins Bewusstsein. Wer sein Denken in Bewegung setzt entdeckt neue Ebenen des Seins.

Bewegung führt zur Erfüllung des Grundbedürfnisses nach Begegnung (b). Begegnung mit sich, anderen und dem eigenen Potenzial. Im Augenblick von Begegnung kann Empathie, Mitgefühl entstehen, ein starkes emotionales Berührtsein (b), das die Erfahrung (e) ermöglicht, eigene Glaubensmuster aufzudecken und diese kritisch zu hinterfragen.

In diesem Erfahrungsraum werden Verhaltens- und Denkweisen ausprobiert, die zu neuen Erkenntnissen (e) führen. Nun geschieht Entscheidendes: Jeder Mensch kann wählen, entweder ein bewusster Gestalter seines Lebens zu werden oder aber im Opferstatus zu verharren. Wer sich für den Gestaltungsraum entscheidet, sich selbst also ermächtigt (e) zu handeln – und in der Konsequenz seine neuen Erkenntnisse in die Welt zu bringen, wird dieses neu gewonnene Selbstbewusstsein zu einem maßgeblichen Lebensgefühl zur Entfaltung bringen.

Das Ergebnis sind dann „Lustleisterinnen“ (L), Mitarbeiterinnen also, die sich durch ein selbstverständlich gewordenes Vergnügen an der individuellen Leistungserbringung auszeichnen und schließlich als Mehrwert einen nachhaltigen Ertrag (E) für sich und das Unternehmen erwirtschaften werden.

Management by Love and Consciousness. Liebe und Bewusstsein im Management bringt einen „Ertrag“ für alle lebenden Wesen. Wer Abschied nimmt vom Bio-Roboter da sein und wach, präsent, energetisiert, sinnhaft und lebensfroh in der Welt sein möchte, trägt zu einem erfüllten Leben bei, bringt sich und eine kaiserliche Energie in die Welt. Wer diesen Weg geht, zeichnet sich als seelischer Gabelstaplerfahrer aus. Wann immer du jemand anderen begegnest, möge sich derjenige erhoben und nie erniedrigt fühlen.

Wer Mitarbeiter wie einen Hund behandelt, „Sitz, bei Fuß, Platz“, Kommandos gibt, stellt eine Asymmetrie in der Beziehung her, kreiert ein oben / unten Verhältnis. Dies ist und muss vorbei sein. Wir sind mittlerweile einfach zu klug, zu deutlich in der Wahrnehmungsfähigkeit, als dass noch irgendjemand mit uns in dieser Form umgehen darf.

Muss es denn dann aber gleich Liebe sein? Ja, ohne Liebe geht gar nichts!

Nähern wir uns dem Begriff Liebe an. In meiner 40-jährigen Arbeit als Coach, Lehrer, Ermöglicher, Trainer, Mediator, Vater, Ehemann, Unternehmensentwickler, Therapeut, Mann und Mensch höre ich, dass Respekt, Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, Offenheit, Würde, Klarheit, Herzqualitäten, neues wagen, gehört und mitgenommen werden, Freundlichkeit, Verletzlichkeit, Verantwortlichkeit, Lachen, ringen um die Wahrheit die Ingredienzien des Lebens sind. Und was ist die Überschrift von all diesen Eigenschaften? Die Liebe und Bewusstsein. Goethe sagte: „Das was die Welt im Innersten zusammenhält ist die Liebe“. Recht simpel, oder? Und das schwierigste auf der Welt. Es ist nicht der EBIT, nicht die Gier, nicht der Konsumismus, nicht die Macht über andere, die die Welt zusammenhält. Es ist und bleibt die Liebe. Wir sind mit Paradigmen, Regeln und Grundsätzen groß geworden, die Härte, Schnelligkeit, Tatendrang auf Kosten anderer impliziert. Besser und größer sein war das Gesetz der Stunde. Auf Kosten der Natur, der Gemeinschaft, und der Liebe. Konkurrenz statt Kooperation, zäh sein, Gefühle unterdrücken, hart und abgebrüht sein, Geiz leben, flink wie ein Windhund, zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl, Tugenden die gegen das Leben gerichtet waren, dürfen nun verabschiedet werden. Messen wir Menschen nicht mehr an Pferdeleder und rahmengenähten Schuhen, einer „angemessenen“ Uhr, dem geeigneten Auto und entsprechenden Haus und Einkommen.

Messen wir Erfolg an dem Ausdruck von Liebe und Spiritualität. Wenn wir nun genau hinschauen, dann funktionieren diese alten Paradigmen nicht mehr. Konsumismus und materieller Wohlstand macht seelisch nicht satt. Zu viele Bürger sind einsam, getrieben und unglücklich. Was macht wirklich, wirklich satt? Es ist und bleibt die Liebe. Die Begegnung mit sich und anderen, Lebendigkeit, gespeist aus Leidenschaft, Mut und Lebensfreude.

Mut zur Liebe, Mut zur Wahrhaftigkeit, Mut zum Wir.

Viel Freude bei Deiner Gabelstaplerfahrt.

Dein Hans-Jürgen

Besinnungsfragen: Wie denkst Du über Liebe und Bewusstsein im Management?

Kennst du diese Formel und wendest Du sie bereits an? Welche Resultate konntest Du damit erzielen?

Auf welche andere Art verwandelst du Deine Mitarbeiter*innen in “Lustleister”?

Ich freue mich auf den Austausch mit Dir!

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